Auf dem Weg zur Weihnacht.....

Auf dem Weg zur Mitte

 

Ein Labyrinth als adventliches Symbol?

Im 13. Jahrhundert entstand in der Kathedrale von Chartres ein begehbares Bodenlabyrinth mit elf konzentrischen Kreisen – für mich ein schönes und passendes Symbol für die Zeit des Advents. Man kann sich schon verlaufen auf dem Weg „nach Weihnachten“.

Die Zeit bis Weihnachten kann einem elend lang vorkommen und am Ende meint man oft, keine Kraft mehr zu haben. Manchmal kommt es einem vor „wie das Gehen im Kreis“, so dass uns am Ende ganz schwindelig wird. Schauen wir auf das Labyrinth: Es gibt nur einen einzigen wirklichen Zugang, den muss man suchen. Der 24. Dezember kommt von alleine, aber ob es Weihnachten wird bei mir, das hängt davon ab, ob ich den Zugang zum Weihnachtsgeschehen finde.

Es ist nicht einfach: Der Lärm muss nämlich draußen bleiben, die Geschäftigkeit, die uns so ablenkt. Wer sich in dieses Labyrinth begibt, steuert direkt auf die Mitte zu. Man glaubt sich schon am Ziel, freut sich, da führt einen der Weg um die Mitte herum. Einen Augenblick bleibt man noch in der Nähe und verliert sich dann scheinbar in den Wirrungen des Labyrinths. Ein adventlicher Gedanke aufgeschnappt, ein weihnachtlicher Ohrwurm aus dem Radio, ein Lied aus dem Gottesdienst, ein Bild, die Stimmung der Kerzen - ganz nah‘ schon dran am Eigentlichen und trotzdem nicht das Eigentliche.

Die Mitte des Weihnachtslabyrinths ist das Kind in der Krippe.

Jesus selbst ist das Ziel der Adventszeit. Es ist kein leichter Weg dorthin. Es ist wie bei diesem Labyrinth: Es geht lange um die Mitte herum, dann wieder fast an den Anfang. Ein endlos langer Weg zum Ziel. Vielleicht ein Leben lang. Und manchmal, da wollen wir aufgeben. Da meinen wir, es hat ja doch keinen Sinn. Und viele geben auf. Aber: Kein Zentimeter ist umsonst gelaufen, kein Gedanke vergeblich gedacht. Jeder Schritt führt dem Ziel näher. Nichts ist vergeblich. Der Weg führt zum Ziel. Wer nicht aufgibt, kommt zur Weihnacht, zum Licht, zum Leben.

Wir alle kennen die Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland: Sie sehen den Stern und machen sich auf den Weg. Sie nehmen den weiten Weg von mehreren Wochen auf sich. Sie wollen ans Ziel. Aber warum dieser lange, beschwerliche Weg? Warum lässt Gott sie den König der Könige nicht vor ihrer Haustür finden? Warum macht er es uns so schwer?

Immer wieder erfahren Menschen, dass gerade auf langen, verworrenen Wegen besondere Gnade liegt. Das erfahren die Weisen, die lange dem Licht des Sterns entgegengehen. Mit jedem Schritt fällt sein Licht tiefer in ihr Leben hinein. Es gibt die Gnade des langen, beschwerlichen Weges.

Obwohl ich das weiß: Manchmal fällt es mir schwer, mich jeden Tag neu aufzumachen zu einem neuen Leben, zur Mitte des Lebens, zu Jesus selbst. Immer wieder erfahre ich die alte Ungeduld, Lieblosigkeit und Schwäche. Warum muss der Weg so lang sein? So reich an Rückschlägen und Niederlagen?

Ich will darauf vertrauen, dass Gott gerade auf dem langen Weg sein Licht in mir wachsen lässt. Wer nicht aufgibt, kommt zur Mitte, findet das Kind, die Mitte der Welt. hs

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